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Geschichte der TNV MarkomanniaAm 4. Februar 1911 wurde die TNV Markomannia von Studierenden der Höheren Technischen Lehranstalt der Stadt Berlin (Beuth-Schule), einer Vorgängerinstitution der TFH Berlin, gegründet. Sie trug die Farben Schwarz-Rot-Gold und gab sich den Wahlspruch "Freundschaft, Ehre, Wissenschaft". Gerade die Freundschaft - eine tragende Säule unseres Bundes - verbindet generationsübergreifend die Mitglieder unserer Verbindung. Der erste Weltkrieg war die erste harte Prüfung für die Markomannia. Aktivitäten waren zu dieser Zeit kaum möglich. Nach dem Krieg erfolgte die Reaktivierung. Ihre erste große Blütezeit erlebte die Markomannia in den zwanziger Jahren. Sie wurde an der Studienstätte anerkannt und der Altherrenverband gründete sich. Nach und nach konnten ein kompletter Vollwichs sowie ein Paukwichs beschafft werden. Ein regelmäßiger Paukbetrieb wurde aufgenommen. Infolge der Ausweitung der Kontakte zu anderen Korporationen trat die Markomannia 1925 in den Hohensyburgbund ein, der 1930 im Ehrenbreitsteiner Ehren-Convent aufging. Mit Beginn der NS-Zeit wurden wegen politischer Anfeindungen die Farben in Schwarz-Blau-Gold geändert. Das Aus für die Aktivitas und die zwangsweise Übernahme in den NS-Studentenbund kam 1934. 1952 erfolgte die Wiedergründung der Aktivitas. In den folgenden Jahren kam es zu einem erneuten Aufblühen der Markomannia. 1955 trat sie dem BDIC bei. In den siebziger Jahren begann das allgemeine Interesse an Studentenverbindungen nachzulassen, was sich in der nachlassenden Stärke der Aktivitas widerspiegelte. Erschwerend kam die Insellage West-Berlins hinzu. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung können auch wieder Studierende aus den neuen Bundesländern bei der Markomannia aktiv werden. Zur Entstehungsgeschichte von studentischen Verbindungen Seit dem Bestehen von Universitäten haben sich auch die Studierenden zu Vereinigungen gesammelt. So begegnen wir schon 1222 in Paris der Einteilung in "Nationen", die sich nach und nach auf viele Universitäten des Mittelalters übertrug. Die Landsleute aus kleineren Kreisen schlossen sich ebenso allmählich enger aneinander. So entstanden in den Nationen die Landsmannschaften, die schließlich selbständig hervortraten. Diese Vereinigungen führten die Farben ihrer Provinz als Schleife am Degen oder als Feder am Hut. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts kamen die sogenannten Orden auf, eine Nachahmung der Freimaurerlogen und ihres Rituals. Diese verschwanden Anfang des 19. Jahrhunderts wieder. Das Erbstück jener Zeit ist der heute bei Verbindungen übliche Zirkel mit den vielfach verschlungenen Buchstaben V.C.F., was soviel bedeutet wie "Vivat, Crescat, Floreat". Im zunehmenden Bestreben nach deutscher Einigkeit bildeten sich seit 1815 die Burschenschaften heraus. Die erste politische Manifestation war 1817 das Wartburgfest. Die Burschenschaften trugen die Farben Schwarz-Rot-Gold. Aus den Landsmannschaften sonderten sich allmählich die Corps aus, die sich 1855 zum Kösener SC zusammenschlossen. Seit der Gründung des "Wingolf" 1836 entstanden an vielen Universitäten protestantische Verbindungen. Ebenso entstanden zahlreiche katholische Verbindungen. Im Gegensatz zu den Corps, Landsmannschaften und Burschenschaften lehnten die religiösen Verbindungen das Duell ab. Seit 1870 gründeten sich vielfach Vereine ohne strengere studentische Formen wie Turnerschaften, Sängerschaften und technische Vereinigungen, die aber bald den Komment der alten Verbindungen übernahmen und Farben trugen. Heute gibt es einige tausend studentische Verbindungen, die in mehr als 20 Dachverbänden zusammengeschlossen sind. |